Beratungsnetzwerk für Demokratie und Toleranz

Flüchtlingshilfe

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Bereich der Flüchtlingshilfe ein breites Spektrum zivilgesellschaftlicher Initiativen, Bündnisse und Vereine gebildet. Die ehrenamtlich Engagierten helfen bei der Sprachvermittlung, begleiten Geflüchtete zu Ämtern oder Ärzten und schaffen Räume der Begegnung.

Um den Austausch und die Vernetzung der Initiativen weiter zu fördern, haben wir einige hilfreiche Informationen zusammengestellt. Hier finden Sie Übersichten mit Kontakten und Beratungsstellen, Tipps und Hinweise für die Arbeit der Willkommens- und Flüchtlingsinitiativen sowie eine Auswahl guter Praxisbeispiele und Projektideen.

Beratung und Kontakte

In Mecklenburg-Vorpommern existiert ein großes Netzwerk von Beratungsstellen, die auch in Fragen der Flüchtlingshilfe Unterstützung anbieten. Das Angebot reicht von den Integrationsbeauftragen und dem Flüchtlingsrat über diverse Angeboten von Kirche, Stiftungen und Vereinen bis zu den Regionalzentren für demokratische Kultur. Die Liste mit den Kontakten und Beratungsstellen wird ständig erweitert und aktualisiert.

Kontaktliste (download pdf 1,6 MB)

Checklisten und Linksammlungen

Angebote und Projekte

  • Theater Vorpommern

    Das Theater Vorpommern will mit verschiedenen Angeboten zum Abbau von Vorurteilen und zu einem besseren Miteinander von Einheimischen und neuen Nachbarn beitragen. Das Theaterstück „Krieg: Stell dir vor er wäre hier“ lädt in einem Gedankenexperiment zu einem Perspektivwechsel ein und eignet sich auch als Einstieg in eine Bürgerversammlung. Der Erlebnistag und die Kulturpatenschaften setzen auf aktive Beteiligung und neue Begegnungen.

    Flyer (download pdf 360 KB) 

  • Film „Notaufnahme – Wenn Fremde näher kommen“

    Im September 2015 musste die Gemeinde Zahrensdorf bei Boizenburg ohne Vorankündigung 56 Flüchtlinge in einer Turnhalle aufnehmen. Was in den folgenden Wochen geschah, zeigt der eindrückliche Film „Notaufnahme – Wenn Fremde näher kommen“ (2016) von Dieter Schumann und Michael Kockot. Zu Wort kommen vor allem die Flüchtlinge, aber auch die Zahrensdorfer, die einfach mit anpacken und helfen. Die Landeszentrale für politische Bildung hat den Film bereits an verschiedenen Orten gezeigt. Weitere Aufführungen sind auf Anfrage möglich.

    Filmpräsentation Notaufnahme (download pdf 1,3 MB)

  • Kurzfilme Schloss Bröllin e.V.: DOS AND DONT’TS – WELCOME TO MV

    Wie verhält man sich in einem fremden Land? Welche Verhaltensweisen setzen Einheimische als selbstverständlich voraus? Gerade die zahlreichen ungeschriebenen Regeln und Gepflogenheiten des täglichen Umgangs erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Erklärungen und Hilfestellungen bieten die Kurzfilme von Schloss Bröllin e.V.: DOS AND DONT’TS – WELCOME TO MV, die die wichtigsten Verhaltensweisen und Umgangsregeln auf humorvolle Weise vermitteln.

    www.welcometomv.wordpress.com

  • Projekt „Integration à la carte“ in Wismar

    Ob Hering am Hafen, Mokka am Markt oder Tiramisu im Tierpark – gemeinsam schmeckt’s am besten. Das ist das Motto von Integration à la carte in Wismar, denn wie können sich Menschen besser kennenlernen als bei einem gemeinsamen Essen? Das Projekt bringt Migrantinnen und Migranten aus aller Welt zusammen und bietet den Wismarer Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit, ihre Gastfreundschaft ganz praktisch zu zeigen. Kontakte werden über die Projektgruppe unkompliziert vermittelt. 

    (download pdf 108 KB)
    www.alacarte-wismar.de/de/

  • Projekt „Fremde Freunde – Patenschaften mit Flüchtlingen“

    „Der Fremde ist der Freund, den ich noch nicht kennengelernt habe“, so lautetet die Devise des Projekts „Fremde Freunde – Patenschaften mit Flüchtlingen“. Der Verein Polylux aus Neubrandenburg sucht ehrenamtliche Patinnen und Patinnen, die Flüchtlinge unterstützen und kennenlernen wollen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, wohl aber die Bereitschaft, offen auf Menschen zuzugehen, Neues zu lernen und sich auf kulturelle Unterschiede einlassen. Polylux e.V. begleitet die Patenschaften und steht mit Rat und Tat zur Seite. Regelmäßige Patencafés bieten Gelegenheit zum Austausch mit anderen Ehrenamtlichen.

    www.polyluxev.de/fremde-freunde

  • Jugendprojekt „Zusammen wachsen“

    Das Jugendprojekt „Zusammen wachsen“ der evangelischen Altstadtgemeinden St. Marien, St. Jacobi und St. Nikolai in Greifswald fördert Begegnungen und Kontakte von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund und stellt Räumlichkeiten zur Verfügung. Patenschaften, Projekttage, Ausflüge, Filmabende und Vorträge sollen die Willkommenskultur in der Stadt bereichern und junge Menschen über Konfessionen, Herkunft und persönliche Biografien hinaus zu gemeinsamen Aktivitäten anregen.

    www.zusammen-wachsen-greifswald.de

  • Modellprojekt „We come together“

    Das Modellprojekt „We come together – Regionales Handeln für Demokratie, Diversität und Partizipation“ setzt sich mit Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Regionen auseinander, in denen dezentrale Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende bestehen. Ausgangspunkte sich die Interessen und Lebenswelten von Jugendlichen, die zur Reflexion der eigenen Einstellungen angeregt werden sollen. Am Modellprojekt beteiligt sind Anklam, Bützow, Friedland, Güstrow und Stralsund.

    Flyer (download pdf, 616 KB)

  • Ausstellung „Wenn aus FREMDEN FREUNDE werden – Unser Zuhause in Parchim“

    Die Ausstellung „Wenn aus FREMDEN FREUNDE werden – Unser Zuhause in Parchim“ präsentiert Fotomontagen von Flüchtlingen und Parchimer Bürgerinnen und Bürgern. Fotograf Steffen Struck hat dafür Portraits von je einer einheimischen und einer zugereisten Person kombiniert. Die Bilder sollen zum Nachdenken anregen und zeigen, dass ein Zusammenleben mit Menschen aus anderen Ländern möglich ist. Das Fotokonzept wurde von zwei jungen Kommunikationsgrafikerinnen aus Solingen entwickelt.

    Andere Länder – Gleiche Gesichter,
    www.think-big.org/projekt/andere-laender-gleiche-gesichter/

    Plakat: Parchim Fremde Freunde (download pdf, 134 KB)

  • Ausstellung „The dramatic history of the world“

    Unter den Geflüchteten befinden sich nicht selten auch Künstler – wie John Sedrak aus Ägypten, der seit 2013 in Neubrandenburg lebt. Einige seiner surrealistischen Werke präsentierte er in der Ausstellung „The dramatic history of the world“ in Neustrelitz. Auf große Resonanz stießen auch seine in Kooperation mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte angebotenen Workshops und Veranstaltungen für Schulklassen, die sich mit den Themen Kunst, Flucht und Asyl beschäftigen.

    Flyer John Sedrak (download pdf, 325 KB)

  • Initiative „Freifunk-Gruppen“

    Für viele Geflüchtete sind Smartphone und Internet die wichtigsten Mittel, um sich zu informieren und Kontakt zu Familienangehörigen zu halten. Ein fehlender Zugang zum Internet verschärft besonders in abgelegenen Unterkünften das Gefühl der Isolation. Pragmatische Hilfe haben Freifunk-Gruppen angeboten, die sich für den Ausbau freier Funknetze (WLAN) einsetzen. Sie haben beispielsweise Geflüchteten in Neuenkirchen, Rostock und Waren einen Internet-Zugang ermöglicht.

    https://greifswald.freifunk.net/
    https://wiki.opennet-initiative.de/wiki/Hauptseite
    https://mueritz.freifunk.net/

  • Ausstellung Flüchtlingsgespräche

    Die Ausstellung „Flüchtlingsgespräche“ von Solveig Witt aus Dabel und Fotograf Christian Lehsten setzt sich mit Fluchtgeschichten von 1945 und 2015 auseinander. Sie präsentiert neben großformatigen Porträtfotos die ganz unterschiedlichen persönlichen Geschichten und Schicksale der Menschen, macht aber auch viele Parallelen und vergleichbare Erfahrungen sichtbar, denn die Schicksale vom Verlassen der Heimat, beschwerlichen Fluchtwegen und dem Ankommen in einer neuen und fremdem Umgebung ähneln sich. Nach den ersten Stationen in Rothen, Sternberg und Güstrow kann die 17 Tafeln umfassende Ausstellung, die ebenso als Broschüre vorliegt, auf Anfrage an anderen Orten gezeigt werden.

    Ausstellung Flüchtlingsgespräche (download pdf, 1,8 MB)

  • Projekt „Generationen im Dialog. Über Flucht in Geschichte und Gegenwart“

    Ein interkulturelles und generationenübergreifendes Projekt in Greifswald will Menschen miteinander ins Gespräch bringen und ein Forum für den Austausch über vergangene und gegenwärtige Fluchterfahrungen schaffen. Unter dem Titel „Generationen im Dialog. Über Flucht in Geschichte und Gegenwart“ werden Jugendliche und Erwachsene auf zwei Veranstaltungen im September 2016 über ihre Flucht berichten. Begleitet wird das Projekt der „Lebendigen Bibliothek“, an dem sich neben Greifswald auch Fürstenwalde/Spree, Königstein (Sachsen) sowie Kyritz & Wusterhausen/Dosse beteiligen, vom Anne-Frank-Zentrum Berlin.

    Aufruf zur Beteiligung (download pdf, 70 KB)

  • Integrationsspiel „Paaraby“

    Dass Integration auch spielerisch gelingen kann, zeigt das in Wismar entwickelte deutsch-arabische Integrationsspiel „Paaraby“. Es besteht aus 32 Spielkartenpaaren. Zu bestimmten Begriffen muss das passende deutsche und arabische Bildkärtchen gefunden werden. Das Spiel entstand während eines Praktikums des syrischen Grafikers Kassem El Laham in einer Design- und Marketingagentur in Wismar. Diese vertreibt das Spiel als Non-Profit-Projekt zum Selbstkostenpreis. „Paaraby“ hat inzwischen bundesweit Resonanz erfahren und kommt bereits in Sprach- und Integrationskursen, Schulen oder Welcome-Cafés zum Einsatz.

  • Buffet der Vielfalt – Eltern treffen Eltern

    Während alte und neue Schülerinnen und Schüler durch den gemeinsamen Schulalltag in Kontakt kommen, sind Begegnungen zwischen den Eltern eher selten. Um das zu ändern, hat die RAA mit Unterstützung der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern die landesweite Mit-Mach-Aktion „Buffet der Vielfalt“ ins Leben gerufen und die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern dazu eingeladen, sich im Schuljahr 2016/2017 an der Umsetzung dieser Idee zu beteiligen. Das „Buffet der Vielfalt“ soll von den Eltern gestaltet werden, das gemeinsame Essen und die Begegnung erleichtert das Kennenlernen. Zahlreiche Schulen haben das Angebot bereits aufgegriffen.

  • Stadtführer für Kinder in Greifswald

    Auch für Kinder ist es eine Herausforderung, in einer fremden Stadt zurechtzukommen. Eine Hilfestellung beim Entdecken der neuen Umgebung bietet das Buch „Komm mit! Wir zeigen dir Greifswald – Ein Stadtführer von Kindern für Kinder“. Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Greif, die Hälfte davon nichtdeutscher Herkunft, haben Orte ausgewählt und das Buch illustriert und mitgestaltet. Unterstützt und begleitet wurde das Projekt unter anderem von den Kunstwerkstätten und vom Bürgerhafen. Künftig sollen alle Kinder, die aus anderen Ländern nach Greifwald kommen, bei ihrer Einschulung ein Exemplar des Stadtführers erhalten.

  • Kurzfilm „Krieg ist mehr als ein Wort“

     

     

    Wie kann man Freunden, Mitschülerinnen oder neuen Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern die Lage in Syrien erklären und vermitteln? Was geht in den Menschen vor, die ihre Heimat verlassen mussten? Das vielfache Leid des Krieges lässt sich nicht in ein paar Worte fassen. Fünf junge syrische Flüchtlinge aus Dersenow haben es dennoch versucht und mit Unterstützung der Willkommensinitiative Boizenburg einen bewegenden Kurzfilm gedreht, der auch zeigt, wie das Land vor dem Krieg ausgesehen hat.

    Link zum Film: http://willkommen-in-boizenburg.de/unsere-projekte.html

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